SPD Eppingen

Politik für unser Eppingen

Bundesaußenminister in der Kleinstadt - Meeting in Seoul, Klassenkampf in Eppingen

"Seoul - München - Eppingen", das sei die Achse, auf der sich ein Bundesaußenminister heutzutage bewegt. Aber nirgendwo lässt es sich wohl so schön über die arbeitende Gesellschaft herziehen, wie bei uns! Denn auch unser CDU-Außenminister schwingt, wie unser Bundeskanzler zuletzt in Bad Rappenau, den Prügel auf die vermeintlich zu wenig arbeitende deutsche Gesellschaft. Teilzeit und Home-Office müsse auf ein "Minimum" reduziert werden und, wenn wir die Spitzenklasse auf dem Weltmarkt belegen wollen, müssen wir alle einfach mal eine Stunde länger arbeiten, so zumindest, wenn es nach unserem Außenminister geht. Dass das einfach gesagt, bei Menschen im Niedriglohnsektor aber kaum machbar ist, scheint der CDU auch im Wahlkampf völlig egal zu sein. Eine Mutter, alleinerziehend mit zwei Jobs oder in Teilzeit, weil sie sich um Angehörige kümmern muss, hat nicht einfach mal "eine Stunde" mehr in ihrem Tag übrig, um für die Statistik des Kanzlers zu schaffen.

Diese Statistiken seien aber ungemein wichtig für die Arbeit eines Bundesaußenministers, denn in den Gremien des Politikers schaue man zuallererst immer auf das BIP. Da ist es wohl ziemlich einfach, Menschen auf simple Zahlen herunterzubrechen und kein Interesse an dem tatsächlichen Wohlergehen der Bevölkerung zu zeigen. Da ist es auch einfach, Kürzungen im Sozialstaat zu rechtfertigen. Ein Sozialstaat, der, wie der Außenminister richtig sagte, ungemein wichtig für Kranke und Verletzte ist. So wichtig er ist, müssten wir alle aber trotzdem hinnehmen, dass wir kürzen müssen, um anderswo besagte Zahlen einer Statistik hochtreiben zu können. Denn die Bürokratie und die Sozialleistungen treiben die Arbeitskosten in Deutschland in die Höhe. Dass diese Leistungen unsere Arbeit aber schützen und die Produktion erst auf den qualitativen Standard in globaler Relation heben, lässt der Minister aus. Selbst an einem Wadephul im Wahlkampf zeigt sich also das arbeitspolitische Credo der CDU: Mehr Arbeit, bei gleichem Lohn und weniger sozialer Absicherung.

"Die Schule der Nation ist die Schule!" - Gemeinderat am HGE

1969 behauptete Kurt Georg Kiesinger, vor einer Rede des Deutschen Bundeswehrverbandes, die Bundeswehr müsse die Schule der Nation sein. In seiner Regierungserklärung vor dem Bundestag erwiderte Bundeskanzler Willy Brandt im selben Jahr, "[d]ie Schule der Nation ist die Schule!", weiter erkläre er, "[d]as Ziel ist die Erziehung eines kritischen, urteilsfähigen Bürgers, der imstande ist, durch einen permanenten Lernprozeß die Bedingungen seiner sozialen Existenz zu erkennen und sich ihnen entsprechend zu verhalten".

Vergangenen Freitag haben die Fraktionen und Gruppen des Eppinger Gemeinderats ihren Beitrag zu diesem historischen Ziel geleistet: Sie haben sich der 9. Klassenstufe des Hartmanni-Gymnasiums Eppingen vorgestellt und standen bereit ihre Arbeit löchern zu lassen. Für unsere SPD-Fraktion stellte sich Dr. Jürgen Hetzler den Fragen der neugierigen Schüler:innen. Von Diskussion über den Beschluss zum McDonalds, bis hin zur Frage der Strafbarkeit einer Abtreibung, waren die jungen Gymnasiast:innen sowohl direkt an der kommunalen Arbeit der Stadträte, wie auch ihrer generellen (partei-)politischen Haltung interessiert. So konnten aber nicht nur die Schüler:innen etwas über die Kommunalpolitik und ihre Partizipationsmöglichkeiten erfahren, auch die Gemeinderäte schätzten die Möglichkeit zum direkten Austausch ungemein. Aber nicht nur politisch, sondern auch etwas persönlicher: Jürgen Hetzler wird hoffentlich dem Tipp einiger junger Swifties folgen und einmal in das neue Taylor Swift Album reinhören ;D

Wenn die Planung unserer Jusos weiter voran geht ist jetzt das Ziel das Konzept auch an die anderen beiden weiterführenden Schulen zu bringen. Noch einmal ganz lieben Dank an alle Beteiligten, allen voran den Vertretern des Gemeinderats und ganz besonders Jürgen, der sich wirklich meisterhaft den Schüler:innen gestellt hat! In der heutigen Zeit klingen Brandts Worte aktueller denn je und Ihr und Sie haben überparteilich gezeigt, wie wichtig die Möglichkeit zum kritischen Austausch mit jungen Menschen ist!

Hartmut Kächele mit der Willy Brandt Medaille geehrt

(v. l. n. r.) Kreisvorsitzender Jens Schäfer, Hartmut Kächele, Reinhard Ihle

"Nichts kommt von selbst und nur wenig ist von Dauer."

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