SPD Eppingen

Politik für unser Eppingen

Bundesaußenminister in der Kleinstadt - Meeting in Seoul, Klassenkampf in Eppingen

Veröffentlicht am 18.02.2026 in Aktuelles

"Seoul - München - Eppingen", das sei die Achse, auf der sich ein Bundesaußenminister heutzutage bewegt. Aber nirgendwo lässt es sich wohl so schön über die arbeitende Gesellschaft herziehen, wie bei uns! Denn auch unser CDU-Außenminister schwingt, wie unser Bundeskanzler zuletzt in Bad Rappenau, den Prügel auf die vermeintlich zu wenig arbeitende deutsche Gesellschaft. Teilzeit und Home-Office müsse auf ein "Minimum" reduziert werden und, wenn wir die Spitzenklasse auf dem Weltmarkt belegen wollen, müssen wir alle einfach mal eine Stunde länger arbeiten, so zumindest, wenn es nach unserem Außenminister geht. Dass das einfach gesagt, bei Menschen im Niedriglohnsektor aber kaum machbar ist, scheint der CDU auch im Wahlkampf völlig egal zu sein. Eine Mutter, alleinerziehend mit zwei Jobs oder in Teilzeit, weil sie sich um Angehörige kümmern muss, hat nicht einfach mal "eine Stunde" mehr in ihrem Tag übrig, um für die Statistik des Kanzlers zu schaffen.

Diese Statistiken seien aber ungemein wichtig für die Arbeit eines Bundesaußenministers, denn in den Gremien des Politikers schaue man zuallererst immer auf das BIP. Da ist es wohl ziemlich einfach, Menschen auf simple Zahlen herunterzubrechen und kein Interesse an dem tatsächlichen Wohlergehen der Bevölkerung zu zeigen. Da ist es auch einfach, Kürzungen im Sozialstaat zu rechtfertigen. Ein Sozialstaat, der, wie der Außenminister richtig sagte, ungemein wichtig für Kranke und Verletzte ist. So wichtig er ist, müssten wir alle aber trotzdem hinnehmen, dass wir kürzen müssen, um anderswo besagte Zahlen einer Statistik hochtreiben zu können. Denn die Bürokratie und die Sozialleistungen treiben die Arbeitskosten in Deutschland in die Höhe. Dass diese Leistungen unsere Arbeit aber schützen und die Produktion erst auf den qualitativen Standard in globaler Relation heben, lässt der Minister aus. Selbst an einem Wadephul im Wahlkampf zeigt sich also das arbeitspolitische Credo der CDU: Mehr Arbeit, bei gleichem Lohn und weniger sozialer Absicherung.

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