Der Mensch und seine Würde stehen im Mittelpunkt allen Handelns- Politiker müssen den Menschen ernst nehmen

Veröffentlicht am 25.10.2010 in Kreisverband

Christen in der SPD diskutierten mit Prälat i.R. Paul Dieterich und Altpolitiker Rolf Lehmann zum Thema "Verantwortung vor Gott und den Menschen - was Christsein in der Politik ausmacht".

Dieses Thema hatte der neue Arbeitkreis Christen in der SPD in den Mittelpunkt einer öffentlichen Veranstaltung gestellt. Die AK-Vorsitzende Sigrid Neutz stellte zu Beginn die Frage, ob man sich als Christ politisch engagieren soll oder sogar muß.

Für Prälat i.R. Paul Dieterich war das als Pfarrer nie eine Frage, sondern immer eine Selbstverständlichkeit. Von christlichen Politikern müssen man erwarten, dass sie sich in Wort und Taten an Jesus Christus orientierten - ggf. auch gegen jeglichen Fraktionszwang, der sowieso ungut sei. Entschieden wandte sich Paul Dieterich gegen religiösen Fundamentalismus. Dagegen stellte er die 5 Grundgebote des Tübinger Ökomenikers Küng "Ohne gemeinsamen Weltethos kein Überleben der Menschheit" Höchst besorgt zeigte sich Paul Dieterich über die vorgesehene Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke. Geprägt durch den persönlichen Einsatz der Opfer von Tschernobyl - auch vor Ort - bleibt für ihn immer das Risiko der menschlichen Unzulänglichkeit. Daher sei der Wechsel vom Atom- zum Solarzeitalter für ihn unerläßlich. Darüberhinaus müsse man bei politischen Entscheidungen auch immer die globalen Auswirkungen im Auge behalten.

Darin war er sich einig mit Rolf Lehmann, viele Jahre SPD-Fraktionsvorsitzender im Stuttgarter Stadtrat, Wirtschaftsbürgermeister in Stuttgart sowie Amtschef im Sozialministerium. Verantwortung kommt von antworten, das beinhaltet für für Rolf Lehmann aber auch Verpflichtung gegenüber dem Einzelnen. Gemeinsinn sollte dabei aber vor Eigensinn regieren. Verantwortung heißt aber auch, die Sprache ernster zu nehmen und die Worte sensibler zu wählen. Politiker sollten öfters miteinander beten - so Rolf Lehmann - das würde das menschliche Miteinander auch unter Politikern zum Positiven beeinflussen.

Absolut wichtig war und ist für Rolf Lehmann, dass bei allem politischen Handeln der Mensch im Vordergrund stehen muß. Das beinhaltet die persöniche Zuwendung sowie niemanden auszugrenzen oder anzufeinden. Auch in diesem Punkt bestand erneut Einhelligkeit mit Prälat i.R. Paul Dieterich : "Der Mensch und seine Würde steht im Mittelpunkt allen Handelns".

 

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